Ausgaben-Governance
Geben Sie Ihrem Agenten eine Wallet. Und eine Leine.
Ein Agent mit gefüllter Wallet kann alles davon ausgeben. Ein Ausgabemandat ist eine signierte, im Umfang begrenzte Vollmacht, die festlegt, wie viel er ausgeben darf — pro Aufruf, pro Tag, pro Monat, insgesamt. Das Gateway lehnt Aufrufe über dem Limit ab, bevor Geld fließt.
Kostenlos · Kein Konto · Kein API-Key
Das Risiko, das niemand einpreist
Autonome Agenten bekommen Wallets, damit sie ohne Menschen bezahlen können. Genau das ist der Sinn — und genau das ist das Risiko: Eine Retry-Schleife, eine Prompt Injection oder eine falsch verstandene Anweisung macht aus einer unbegrenzten Wallet eine unbegrenzte Rechnung. On-Chain-Zahlungen sind endgültig.
Keine Obergrenze
Eine gefüllte Wallet kennt genau ein Limit: ihren Kontostand. Zwischen der Absicht eines Agenten und einer GmbH-Gründung für 15.500 USDC steht nichts.
Kein Umfang
Ein Schlüssel, der ein Fax für 1 USDC senden kann, kann auch eine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen und ein Bankkonto eröffnen. Zahlungsschienen unterscheiden das nicht.
Kein Nachweis
Nachzuvollziehen, was ein Agent wofür und mit welcher Befugnis ausgegeben hat, heißt: Block Explorer von Hand lesen.
Ein Mandat sind vier Fragen — signiert
AP2, das von Google und den Kartennetzwerken getragene Agent-Payments-Protokoll, fasst die Befugnis eines Agenten als kryptografisch prüfbares Mandat: welcher Umfang, welche Grenzen, welcher Akteur, unter welchen Bedingungen. AgentBureau setzt dieselben vier Fragen nativ auf x402 und Base um — dieselbe Garantie, ohne die Schiene zu verlassen, auf der Ihr Agent ohnehin zahlt.
Welcher Akteur?
Eine Controller-Wallet signiert, eine Spender-Wallet wird kontrolliert. Sind sie verschieden, muss die Spender-Wallet mitzeichnen — Delegation ist ausdrücklich, nie unterstellt.
Welcher Umfang?
Eine Positivliste von Diensten. Ein Mandat für Fax und Briefe lässt sich nicht für eine notarielle Vollmacht ausgeben.
Welche Grenzen?
USDC-Limits pro Aufruf, pro Tag, pro Monat und insgesamt. Beliebig kombinierbar; weggelassene Felder bleiben unbegrenzt.
Unter welchen Bedingungen?
Ein Gültigkeitszeitraum mit hartem Ablauf — und jederzeit widerrufbar mit einer einzigen Signatur beider Seiten.
Abgelehnt, bevor Sie zahlen — nicht danach
Das ist der entscheidende Teil. Senden Sie X-MANDATE-ID mit einem kostenpflichtigen Aufruf, prüft das Gateway Ihre Limits, bevor es die x402-Zahlungsaufforderung ausstellt. Ein Agent über Budget erhält 403 und einen X-POLICY-DENIED-Header mit dem verletzten Limit — er bekommt nie eine Zahlungsaufforderung und gibt deshalb nichts aus.
Mit Mandat
- POST /v1/invoices · X-MANDATE-ID: 0x58…
- 403 Forbidden · X-POLICY-DENIED: per_call_cap_exceeded
- 0,00 USDC ausgegeben. Der Agent liest den Grund und passt sich an.
Ohne Mandat
- POST /v1/invoices
- 402 Payment Required → Agent zahlt 5,00 USDC
- Aktion wird ausgeführt. Nichts wurde geprüft.
Ohne Header werden die Limits weiterhin nach der Zahlungsprüfung durchgesetzt — dann ist das Geld aber schon geflossen: Der Aufruf wird abgelehnt und die Zahlung zur Erstattung eingereiht. Senden Sie den Header.
Jetzt eines erstellen
Setzen Sie unten Limits und Umfang. Das kanonische Dokument und seine Mandats-ID aktualisieren sich beim Tippen; simulieren Sie einen Aufruf, um das Policy-Urteil zu sehen. Im Testnet-Modus signieren Sie ein echtes Mandat gegen Base Sepolia — kostenlos und ohne Konto.
Die Agenten-Wallet, die dieses Mandat kontrolliert. Standard ist Ihre verbundene Wallet.
Ausgabelimits (USDC)
Leeres Feld = diese Dimension bleibt unbegrenzt.
Erlaubte Dienste
3 Dienst(e) erlaubt. Alles andere wird abgelehnt.
Simulationsmodus — nichts wird an das Gateway gesendet. Wechseln Sie ins Testnet für ein echtes Mandat.
Kanonisches Mandat
{
"controller_address": "0x00000000000000000000000000000000000000A9",
"spender_address": "0x00000000000000000000000000000000000000A9",
"chain": "testnet",
"per_call_cap_usdc": 5,
"daily_cap_usdc": 25,
"monthly_cap_usdc": 200,
"total_cap_usdc": null,
"allowed_paths": [
"/v1/fax",
"/v1/invoices",
"/v1/letters"
],
"nonce": "",
"not_before": "1970-01-01T00:00:00",
"expires_at": "1970-01-31T00:00:00",
"controller_signature": "0x…"
}Mandats-ID: 0x24ad826b9b8dfbc7ad05517bcad67289895711ad5294122284c7f16f4aaf9e98
Policy-Simulator
Ein Prüfpfad, den Sie der Buchhaltung geben können
Jeder bezahlte Aufruf wird der zahlenden Wallet zugeordnet — mit Betrag, Zeitstempel, Dienst, On-Chain-Transaktionshash und Intent-ID. Exportieren Sie das Ledger als JSON oder CSV, autorisiert durch eine Signatur der zahlenden Wallet und an eine kurze Frist gebunden. Kein Dashboard-Login, kein Support-Ticket.
- ✓ Signierter Export — nur die zahlende Wallet kann ihr eigenes Ledger abrufen.
- ✓ Enthält nie die Request-Payloads: Kundendaten bleiben aus dem Prüfpfad heraus.
- ✓ Jede Zeile trägt einen auf Basescan prüfbaren Transaktionshash.
- ✓ check_spend_budget ist ein read-only MCP-Tool — der Agent kann sein Restbudget mitten im Lauf abfragen.
$ curl "$API/v1/mandates/$ID/audit?format=csv&deadline=$D&signature=$SIG" task_id,created_at,type,amount_usdc,status,payment_tx_hash,chain 6f2a…,2026-08-10T09:12:04,fax,1.0,pending_hitl,0x7c1e…,mainnet 9b04…,2026-08-10T09:41:55,letter,3.0,pending_hitl,0x2fa8…,mainnet c771…,2026-08-10T11:03:18,invoice,5.0,pending_hitl,0x91bd…,mainnet
AP2 und AgentBureau im Vergleich
| Konzept | AP2 | AgentBureau heute |
|---|---|---|
| Autorisierung | Signiertes Mandat (Umfang, Grenzen, Akteur, Bedingungen) | Signiertes Mandat — EIP-191 über ein kanonisches Dokument |
| Zahlungsschiene | Karten, Überweisung, Stablecoins | USDC auf Base L2 via x402 |
| Identität | Vom Aussteller attestierte Akteursidentität | Controller- und Spender-Wallet, bei Delegation mitgezeichnet |
| Durchsetzungspunkt | Im Zahlungsnetzwerk | Im API-Gateway, vor Ausstellung des 402 |
| Prüfpfad | Aufzeichnungen auf Netzwerkebene | Ledger pro Aufruf, signierter CSV-/JSON-Export |
| Interoperabilität | Netzwerkübergreifend by design | Nur x402 — AP2-Schienen noch nicht unterstützt |
Betrieben aus Deutschland, nach deutschem Recht
Die Mandate, das Ledger und die damit kontrollierten Dienste betreibt die DataFortress.cloud GmbH. Dieselbe Gesellschaft, die die Vollmacht Ihres Agenten zeichnet und seine Umsatzsteuer meldet, führt auch den Ausgabennachweis. Gerichtsstand ist hier kein Marketingargument, sondern die Frage, wer haftet.
AgentBureau setzt das AP2-Mandatsmodell auf der x402-Schiene um. Auf Karten- oder Banknetzwerken ausgestellte AP2-Mandate werden noch nicht akzeptiert — das steht auf der Roadmap, ist aber nicht ausgeliefert.
Fragen, die ein Prüfer stellen wird
Braucht das ein Konto? +
Nein. Mandate anlegen, lesen, widerrufen und auditieren ist kostenlos und wird ausschließlich per Wallet-Signatur autorisiert. AgentBureau hat keine API-Keys, kein OAuth und keine Benutzerkonten — die x402-Zahlung ist die Authentifizierung, und ein Mandat ist eine Signatur.
Was hindert jemanden daran, ein Mandat über meine Wallet zu erstellen? +
Ein Mandat mit abweichender Spender-Wallet wird abgelehnt, sofern diese nicht dieselbe Nachricht mitzeichnet. Fremde können Ihre Wallet weder binden noch deren Ausgaben oder Ledger einsehen.
Kann ein Mandat widerrufen werden? +
Ja, sofort — Controller oder Spender signieren 'AgentBureau Mandate Revoke: {mandate_id}'. Der nächste Aufruf darunter wird abgelehnt.
Wann wird das Tageslimit zurückgesetzt? +
Die Fenster sind UTC-Kalendertag und -Kalendermonat, nicht rollierend — das Tageslimit setzt also um 00:00 UTC zurück. Der Status-Endpunkt liefert den exakten Zeitpunkt.
Greift die Durchsetzung in der Zahlungs- oder in der Anwendungsschicht? +
In der Gateway-Middleware, ausgewertet bevor die Zahlungsaufforderung erzeugt wird. Das ist nicht beratend: Ein Aufruf über Budget kann keinen 402 erhalten und damit auch keine gültige Zahlung für diesen Intent erzeugen.
Begrenzen Sie Ihren Agenten, bevor er Sie begrenzt
Mandate sind kostenlos, brauchen eine Signatur und funktionieren mit allen AgentBureau-Diensten. Starten Sie im Testnet.